PhilosophInnen und PerformerInnen

MA Aurelia Baumgartner (München) studierte  Philosophie, Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur an der LMU München. Tanz studierte sie bei ‚Iwanson International‘ München, in New York, und in Jerez de la Frontera. Seit 1995 choreographische Tätigkeit für Shows und  für verschiedene Projekte. Seit 2001 leitet sie die Schule für zeitgenössischen Tanz in Berg. 2004 gründet sie dasAureliana Contemporary Dance Project und produziert abendfüllende Stücke und philosophische Art & Dance Performances im In-und Ausland. Seit 2008 kreiert sie in unregelmäßigen Abständen „Choreographic Captures“ und  den philosophischen Bildband „Tanzgedanken-Gedankentänze“. Ausgehend von dem Menschen als Ganzem in seiner Verbindung von Körper, Seele und Geist versucht Aurelia Baumgartner dem Wesen von Wirklichkeit auf die Spur zu kommen. Sie geht dabei vom Körper als ursprünglicher Synthesis aus, der in Relation zu anderen Körpern Strukturen und somit Rationalität erst hervorbringt, die aber in ständigem kreativen Wandel verbleiben. In der Praxis ausgehend von ihrer langjährigen Arbeit mit dem Körper und in Dialog mit der Philosophie arbeitet sie an einem ‚Körper-denken‘. In diesen Rahmen fällt auch ihre jüngste Arbeit mit Pferden, in welcher sie versucht ‚Körper-denken‘ hin zu einem ‚Non-human-Thinking‘ zu erproben.http://www.tanzphilosophie.de/companie/index.html

Ariel Eduardo Flórez Alvear (Cartagena, Kolumbien), Percussionist, Saxofonist, Schauspieler, Tänzer. Mitglied des hamburger Künstler- und Aktivistenkollektivs „Arrivati!,“ Mitwirkung in: „Act! Kill Racism,“ (La Toya Spain) Kampnagel Hamburg, „Las Estrellas de Carla“ (Christoph Twickel). Auftritte im In- und Ausland, zuletzt mit „FClan“ (Cuba-Reggeaton), „Cubanissimo,“ „Larsito“ (Culcha Cundela).Tanzprojekte: „Urban Artist“ (Sprechwerk Hamburg), Festival Eigenarten „Kaffee, Café la Ventana,“ (Sandra Vittinghoff), „En la Estacion“ und „El Vuelo“ (Yaima Santana Galindo). Zusammenarbeit mit dem kolumbianischen Choreographen Carlos Jaramillo, zuletzt als musikalischer Leiter des zeitgenössischen Tanzprojektes „La Esquina Desplazada“ in Bogota, Kolumbien. Ariel Eduardo Flórez Alvear auf Facebook.

Dr. med. Dr. phil. Martin Dornberg (Freiburg) ist Leiter des Zentrums für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Ärztehaus am St. Josefskrankenhaus Freiburg und des Konsiliardienstes für Psychosomatik und Psychotherapie am St. Josefs- und Lorettokrankenhaus Freiburg. Seit 1989 Lehrauftrag für Philosophie an der Universität Freiburg, seit mehren Jahren zusätzlich auch für Gender Studies, interdisziplinäre Anthropologie sowie für Psychodynamische Psychotherapie Gründungsmitglied von „mbody. Künstlerische Forschung in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie“ (2008), mehrere Projekte/Ausstellungen im Bereich von Medienkunst und performativer Philosophie (Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Dornberg).

MA Katrin Felgenhauer (Leipzig) studierte Philosophie und Soziologie. Sie ist Promovendin an der Universität Leipzig und forscht hier zu einer performativen Sozialphilosophie im Anschluss an Helmuth Plessners Ausdruckstheorie. Felgenhauer ist eine der Organisatoren des Philosophie-Performance-Festivals SOUNDCHECK PHILOSOPHIE und im Vorstand des Festival-Trägervereins „Expedition Philosophie“ e.V.

Prof. Daniel Fetzner (Freiburg), Medienwissenschaftler und Medienkünstler. Architekturstudium und Combined Media Studies in München, London und Berlin. 2002 Professur für Digitale Medien an der Hochschule Furtwangen. 2007 Visiting Professor an der San Francisco State University und Gastkünstler am ZKM Karlsruhe. 2008 Gründung der künstlerischen Forschungsgruppe mbody. Von 2009 bis 2011 Leitung des Media Design Department an der German University Cairo. 2012 Visiting Professor an der Sristhi School of Art, Design and Technology, Bangalore. Seit 2014 Professur für Gestaltung und künstlerische Forschung an der Hochschule Offenburg. Aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt auf der medienökologischen Beforschung von performativen Interventionen sowie von interaktiven Web-Dokumentationen, siehe http://metaspace.de und http://mediaecology.de.

PD Dr. Ole Frahm (Hamburg) ist Mitglied der Künstlergruppe LIGNA, die Situationen herstellt, in denen das Publikum zum kollektiven Produzenten wird. Die Körper, die Regulierung ihrer Gesten und Handlungen in überwachten, öffentlichen Räumen, besonders aber die (oft unbewusste) Bejahung der Normierung durch die Wiederholung der Gesten und Handlungen sind bevorzugte Gegenstände des Arbeitens. Dabei werden in den Performances andere Möglichkeiten und Subjektivierungen erfahrbar. LIGNA hat das Buch „An alle! Radio. Theater. Stadt. 2011 beim Spector Verlag veröffentlicht und arbeitet mit Patrick Primavesi an dem Band „Bewegungschöre. Körperpolitik und moderner Tanz, das 2016 ebenfalls bei Spector erscheinen wird. Frahm ist auch Autor von „Die Sprache des Comics“ und „Genealogie des Holocaust. Art Spiegelmans MAUS. A Survivor’s Tale“.

Matthias Kaufmann (Halle a. d. Saale), Prof. Dr., phil., seit 1995 Professur für Ethik an derMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1988 Auszeichnung der Dissertation über Carl Schmitts Staats- und Rechtslehre mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preis, ,  2005 Gastprofessur in Fortaleza (Brasilien), seit Mai 2008 Sprecher der Graduiertenschule Society and Culture in Motion (SCM) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2009 Mitglied in der Accademia di Scienze morali e politiche in Neapel.

Alice Lagaay (Bremen, UK/F), Dr. phil., hat Philosophie und Literatur an der Edinburgh University und der Freien Universität Berlin studiert. Langjährige Forscherin im Sonderforschungsbereich “Kulturen des Performativen” an der Freien Universität Berlin wurde sie 2007 mit einer Dissertation zur Philosophie der Stimme promoviert. Zurzeit arbeitet sie an ihrer Habilitation zum Thema “Seinlassen. Figuren und Dimensionen negativer Performanz”. Neueste Veröffentlichungen: Performanzen des Nichttuns (hg. mit Barbara Gronau), Passage, 2008; Ökonomien der Zurückhaltung, (hg. mit Barbara Gronau), transcript 2010;  Destruction in the Performative (hg. mit Michael Lorber), Rodopi 2012. Demnächst im Erscheinen: Encounters between Performance and Philosophy, (hg. mit Laura Cull), Palgrave. Forschungsprojekte, laufend: Seinlassen. Figuren und Dimensionen ‚negativer’ Performance (Habilitationsprojekt) Gibt es einen Raum innerhalb der Kultur- und Geisteswissenschaften für ein Bild des Mensch, das nicht primär auf dessen Leistungsfähigkeit und Produktivität hin orientiert ist? in einer Welt geprägt von Aktion, Produktion, Intervention, Rede und Lärm beschreiben ‘Nichttun’, ‘Schweigen’, ‘Stille’ und ‘Geheimnis’ die Konturen einer Philosophie des ‘Seinlassens’ – als simultanes Unterlassen und bewusstes In-Ruhe-Lassen.

Prof. Dr. Daniel Meyer-Dinkgräfe (Lincoln, UK)  studierte Englisch und Philosophie (Heinrich Heine Universität Düsseldorf) und promovierte in Theaterwissenschaft an der University of London. Nach dreizehn Jahren Lehrtäigkeit an der University of Wales Aberystwyth ist er seit Oktober 2007 Professor für Theaterwissenschaft an der University of Lincoln in England. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich von Theater und Bewußtsein.

Veronika Reichl (Berlin), studierte Kommunikationsdesign und Media Art in Stuttgart. Sie promovierte im Fach „Art, Design and Media“ an der University of Portsmouth zur Visualisierbarkeit von theoretischer Sprache. 2008 veröffentlichte sie das Buch „Sprachkino: Zur Schnittstelle zwischen abstrakter Sprache und Bildlichkeit“ zusammen mit einer DVD mit experimentellen Animationsfilmen. 2009/2010 verwirklichte sie an der Oslo School of Architecture and Design ein Forschungsprojekt zur Vermittlung von Philosophie mit Hilfe von künstlerischen Medien. Ihre Animationsfilme zu philosophischen Texten werden auf diversen Philosophie- und Filmfestivals gezeigt. Ihre Ihr besonderes Interesse gilt der ästhetischen Erfahrung des Denkens, Performances, die Theorie in den Mittelpunkt stellen, sowie dem Zusammenhang zwischen Inhalt und Form. Veronika Reichl arbeitet als Dozentin, Autorin und Künstlerin in Berlin. http://veronikareichl.com

Heidi Salaverría (Hamburg), Dr. phil., Philosophin, Dozentin, Kulturschaffende an der Peripherie von Kunst und Akademie. Studium und Forschungsaufenthalte in Hamburg, Buenos Aires, Philadelphia. Forscht gegenwärtig zu einer politischen Ästhetik des Zweifels. Leitungsteam des internationalen Kunst/Philosophie Projekts Hyper Cultural Passengers (Start 2016). Vorträge, Philosophieshows, Kunstaktionen: Golem Hamburg, ICI Berlin, ZKM Karlsruhe, Kampnagel Hamburg, Berlinische Galerie Berlin, Universidad de Castilla Toledo, Università Roma Tre Via, Staatstheater Stuttgart, Kunsthalle Bremen, Musikhochschule Nürnberg, Freie Universität Berlin, Universität Hildesheim, Klagenfurt,… Zuletzt erschienen: „Critical Common Sense, Exemplary Doubts, and Reflective Judgment,“ in: Confines of Democracy. The Social Philosophy of Richard Bernstein: Essays on the Philosophy of Richard Bernstein, ed. Ramón de Castillo, Ángel M. Faerna, Larry A. Hickman, New York 2015, mit einer Erwiderung von Bernstein. „Ungeregelte Zweifel. Zur politischen Urteilsbildung im Denken Shklars und Rancières,“ in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Bd. 62, Heft 4, Sept. 2014, 708-727. www.salaverria.de

Dr. Rainer Totzke, (aka KURT MONDAUGEN) lebt als Philosoph, Autor und Performer in Leipzig. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. In seiner doppelten Identität als Philosoph realisiert er Philosophieperformances in Theatern, Museen und Galerien u.a. in Halle, Berlin, Magdeburg, Leipzig, Wien. – Einen Überblick über die verschiedenen philosophischen Performance-Projekte von Rainer Totzke/Kurt Mondaugen sowie filmische Dokumentationen der Performances findet man auf www.sinnstudio.wordpress.com sowie über http://www.rainer.totzke.de. Totzke ist einer der Organisatoren des Philosophie-Performance-Festivals SOUNDCHECK PHILOSOPHIE (www.soundcheck-philosophie.de, www.soundcheckphilosophie.wordpress.com) und er ist Vorsitzender des Festival-Trägervereins „Expedition Philosophie“ e.V., er organisiert an verschiedenen Orten (Halle, Magdeburg, Leipzig) das philosophische Performance-Format „Club der toten Philosophen“ sowie die Reihe „Philosophie & Kunst“ am Forum Gestaltung Magdeburg.

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